4000 Euro für den neuen Dorfladen

Dillenburg, 10.01.2018
Sparkasse Dillenburg unterstützt Projekt in Donsbach

Sparkassen-Vorstand Michael Lehr (r.) überreicht den symbolischen Scheck an (v.l.) Ralf Turk, Bereichsleiter der Dillenburger Werkstätte, Dirk Botzon und Dr. Oliver Schmitzer (beide Lebenshilfe-Vorstand).

Die Sparkasse Dillenburg hat das Donsbacher Dorfladen-Projekt der Lebenshilfe Dillenburg mit 4000 Euro bezuschusst. Die Spende überreichten Vorstandsvorsitzender Michael Lehr und Werbe- und Marketingleiter Thomas Göbel am Dienstagnachmittag im fast fertigen Supermarkt.

 

Am 19. Januar wird der neue Dorfladen offiziell eröffnet. Die hölzernen Regale stehen bereit und warten darauf, mit Produkten gefüllt zu werden. Kleine Arbeiten an der Theke stehen noch aus, und der Kaffeeautomat fehlt noch. „Ansonsten sind wir startklar“, betonte Ralf Turk, Bereichsleiter der Dillenburger Werkstätten. Vier bis fünf Menschen mit seelischen und psychischen Behinderungen aus der Reha-Werkstatt werden im neuen Dorfladen beschäftigt, unter der Federführung von zwei gelernten Einzelhandelskaufleuten, die halbtags im Geschäft tätig sind.

 

70.000 Euro hat die Lebenshilfe Dillenburg in das Projekt investiert -  50.000 in die Ausstattung, 20.000 in die Renovierung. Die Hälfte der Ausstattungskosten wurde durch einen Zuschuss aus dem Förderbudget der Region Lahn-Dill-Bergland gedeckt. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Sie als Sparkasse uns ebenfalls dabei unterstützen, diesen kleinen Traum zu verwirklichen“, dankte Lebenshilfe-Vorstand Dirk Botzon. „Aufgrund des massenhaften Aussterbens der kleinen Läden haben wir in den vergangenen Jahren viele Anfragen bekommen, die wir leider ablehnen mussten. Auch diesen Laden werden wir auf Probe führen und müssen abwarten, wie er im Ort angenommen wird.“

 

Seit knapp acht Jahren betreibt die Lebenshilfe bereits einen Dorfladen in Nanzenbach. Dieser brauchte fünf Jahre, bis er kostendeckend lief. „Unser Anspruch ist es auch hier in Donsbach, schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte Turk. „Dafür müssen wir gut sein, und es muss Spaß machen, hier einzukaufen.“  Lehr setzt bei der Umsetzung auf die Bevölkerung: „Es ist wichtig, dass sich hier im Dorf eine Dynamik entwickelt. Allein vom betriebswirtschaftlichen Ansatz her übernimmt heutzutage niemand mehr einen Dorfladen. Dazu braucht es eine große idealistische Einstellung.“

 

Dieser Idealismus beinhalte gleich zwei Punkte, wie Botzon abschließend erklärte. „Unser vorrangiges Ziel ist es, Beschäftigungsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Ich sehe den Dorfladen als Riesenchance: Diese Menschen werden von der Gesellschaft oft als Hilfeempfänger wahrgenommen. Hier bekommen sie aber die Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Darüber hinaus leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Infrastruktur im Ort zu erhalten. Eine Win-Win-Situation für alle.“